Zweimal Ja zu den kommunalen Vorlagen vom 27. September

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Zweimal Ja zu den kommunalen Vorlagen vom 27. September

Am 27. September stehen zwei Geschäfte zur Abstimmung, die die Lebensqualität in Thalwil – für Kinder und Familien ebenso wie für ältere Menschen betreffen.

 

Die Mitgliederversammlung der GLP Thalwil beschloss für beide die Ja-Parole.

 

Teilneubau des Horts und Mittagstischs am Hortweg 7

Hier ist für die GLP insbesondere der ausgewiesene zusätzliche Platzbedarf ausschlaggebend. Ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot ist eine wichtige Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

Die bestehende Infrastruktur ist bereits heute bis an ihre Grenzen ausgelastet; mit dem Neubau können künftig bis zu 145 Kinder am Mittagstisch betreut werden – 45 mehr als heute.

 

Positiv beurteilt die GLP zudem die flexible Nutzung der Räume, die Holzelementbauweise, den hohen energetischen Standard und die Photovoltaikanlage sowie den weitgehenden Erhalt des Baumbestands und die geplanten Begrünungen.

 

Gewisse Vorbehalte bleiben: Mit Blick auf die bereits heute hohe Auslastung hätte sich die GLP einen ambitionierteren Ausbau mit mehr Kapazitätsreserven gewünscht. Ob die Erweiterung den Bedarf langfristig decken kann, bleibt offen. Aus ökologischer Sicht sind ausserdem die verkleinerte Freifläche und der geplante Kunstrasen nicht optimal.

 

Pflege und Wohnen – Entwicklung Areale Oeggisbüel und Serata

Auch bei dieser Vorlage sagt die GLP Ja. Die Lösung sichert langfristig 60 Pflegeplätze, schafft zusätzlichen altersgerechten Wohnraum und nutzt bestehende Infrastrukturen und Synergien.

 

Die Zusammenarbeit mit der spezialisierten und in Thalwil etablierten Stiftung Serata ist für die GLP ein überzeugender Ansatz: Die Gemeinde kann deren Fachwissen nutzen, anstatt die Pflegeinfrastruktur selbst bauen und finanzieren zu müssen.

 

Zur Sicherung des Baukredits gewährt sie eine Garantie von maximal 33 Millionen Franken; eine direkte finanzielle Belastung entsteht nur im Garantiefall. Positiv ist zudem, dass der Baurechtszins künftig als Grundlage für eine allgemeine Subjektfinanzierung dienen soll, mit der ältere Menschen mit geringem Einkommen beim Wohnen in Thalwil unterstützt werden können.

 

Bei der weiteren Planung soll besonderes Gewicht auf ökologische Kriterien und eine langfristig flexible Nutzung der Gebäude gelegt werden. Diese Anforderungen sind heute noch nicht in allen Punkten verbindlich festgelegt.

 

 

Für die GLP überwiegen bei beiden Geschäften die Vorteile. Die Vorlagen sind Kompromisse und nicht in jedem Detail perfekt. Entscheidend ist, dass bei zwei wichtigen Zukunftsthemen – familienfreundlichen Tagesstrukturen und einer zeitgemässen Alters- und Pflegeversorgung – konkrete und tragfähige Lösungen vorliegen. Thalwil soll hier vorwärtsmachen.